Luftkurort Espenschied - Sonnenterrasse des Wispertals

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Haal

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Jedes Jahr wird in Espenschied und anderen Nachbargemeinden am Fastnachtsdienstag anläßlich des Endes der Fastnachtszeit und des Beginns der bevorstehenden Fastenzeit das Haal-Feuer entzündet.

Dieser vorchristliche Brauch ist 1974 vom damaligen Ortsvorsteher Norbert Niedermeier wieder ins Leben gerufen worden. Leider war das Feiern um und mit dem Haal-Feuer eingeschlafen, da die Dorfschule, die sonst das Feuer aufstellte, 1971 aufgelöst wurde. Das Haal-Feuer ist aber kein neuzeitliches Ereignis, sondern bis auf 800 bis 600 Jahre vor Christus zurückverfolgbar. Zu dieser Zeit wurden noch die Winter- und Sommersonnenwende ausgiebig gefeiert.

Der Platz, an dem heute das Haal-Feuer stattfindet, ist deshalb auch ein ganz besonderer. Auf dem "Küppel", der markant ist als höchster Punkt einer Handelsstraße, die sich auf dem Höhenzug um Espenschied entlang zog, sind nachweislich in jüngerer Vergangenheit Mensch und Tier auf ihrer Reise erfrischt worden. Mit dieser geschichtlichen Vergangenheit wurde der Platz zu einer Kulturstätte.

Dies jährlich mit großer Zuschauerzahl besuchte Kulturgeschehen dient aber nicht nur dem Vergnügen, sondern hat auch noch einen ökologischen Vorteil: Die Helfer, genannt "Haalbube", die das Feuer aufbauen, durchforsten vom Förster ausgezeichnete Flächen und schlagen dabei die trockenen "Holz-Stangen" heraus.

Am Rosenmontag und Fastnachtsdienstag gehen die Haalbuben dann von Haus zu Haus, singen das Haal-Lied und erhalten von den Anwohnern einen kleinen Obolus, oft in Form von Alkohol, so dass die beiden Tage für die Truppe nicht leicht sind.

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