Luftkurort Espenschied - Sonnenterrasse des Wispertals

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Historisches

Das germanische Siedlungsgebiet um 700 v. Chr. umfaßte in unserer Region auch den Unterlauf des Maines, die Mosel und das Mittelrhein- und Niederrheingebiet.
In der nachfolgenden Eisenzeit zwischen 700 und 600 v. Chr. führten schon Handelswege aus dem Mittelmeerraum durch unser Gebiet östlich des Rheines. Die wichtigsten Handelsobjekte waren Eisen, Kupfer, Zinn, Bernstein und Salz. Vorgeschichtlicher Zeuge der Geschichte von Espenschied ist der Bau des Ringwalls auf der Schanze zwischen 660 und 400 v. Chr.
Keltische Stämme breiten sich dann von 400 bis 300 v. Chr. auch in unserem Gebiet aus. Vorgefundene Hügelgräber weisen darauf hin, dass diese ihre Toten hier bestattet haben. Die Ureinwohner blieben aber immer noch die Germanen. Als Julius Cäsar mit seinem römischen Heer im Jahre 57 v. Chr. nach Belgien zog, besetzte er auch unser Land. Ungefähr 100 n. Chr. schoben die Römer ihre Grenzen bis über den Taunuskamm vor und bauten hier den "Limes", der auch heute noch stellenweise als Ruine erhalten ist und im Juli 2005 in die Liste der Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen wude.
Wer Zeugen der Vorgeschichte von Espenschied sehen will, der muss schon zu den 8 Hügelgräbern im nördlichen "Hinterläh" wandern oder zum Ring auf der "Schanze" bei Lipporn oder zum Wall auf dem "Neumüller-Berg".
Die erste urkundliche Erwähnung von Espenschied stammt aus dem Jahre 1187, als das mainzerische "Espelscheid", welches an den Grafen Ruprecht von Nassau gefallen war, wieder an den Erzbischof Konrad von Mainz fällt.
Um 1250 taucht der Name "Espenschied" im eppsteinischen Lehensverzeichnis auf. Konrad von Rüdesheim, genannt vom Markt, trägt das Dorf zu Lehen von Gerhard von Eppstein.
Aber bereits im Jahre 1117 vor der ersten urkundlichen Erwähnung von Espelscheid errichtet Tuto von Laurenburg das Benediktiner-Kloster Schönau als Probstei des berühmten Allerheiligenklosters Schaffhausen in Lipporn, im Jahre 1126 entstand auch in unmittelbarer Nähe das Nonnenkloster, das von einer Magistra geleitet wurde.
Der Mainzer Erzbischof Gerhard von Kurmainz erbaute dann an der Wisper auf einer Felsnase in der Nähe von Espenschied die Lauksburg, sie wird im Jahre 1390 als "Luckenmühle daz huz" im Lehnbesitz der Brömser von Rüdesheim genannt und bildete mit Espenschied zusammen eine Grundherrschaft.
Die Lauksburg und Espenschied werden im Jahre 1424 von Erzbischof Konrad III von Mainz dem Kuno von Scharfenstein und Adam von Allendorf amtsweise und auf Lebenszeit verschrieben. Im Jahre 1476 wird Espenschied als Lehen des Erzstiftes Mainz der Vogteigerichtsbarkeit derer von Waldeck unterstellt und danach im Jahre 1506 der Vogteigerichtsbarkeit derer von Breitbach. Im gleichen Jahre wird Espenschied mit der Lauksburg und Laukenmühle als Grundherrschaft an Philipp von Huntlingen, Amtmann zu Lahnstein, verkauft. Im Jahre 1508 gerieten die Lauksburg und Espenschied wieder unter die Grundherrschaft des Dietrich von Greiffenclau und im Jahre 1527 fiel die Lauksburg wieder an Mainz zurück. Espenschied konnte aufatmen, denn es wurde selbständig.
Im Jahre 1618 - 1648 fand dann der 30-jährige Krieg statt, die Schweden überfielen auch den Rheingau. Das Gebäude des Nonnenklosters Schönau wurde 1631 / 1632 von ihnen zerstört, ob Espenschied auch von den Schweden heimgesucht wurde, ist nicht bekannt.
Nach 450 Jahren Selbständigkeit wurde Espenschied 1977 der Stadt Lorch eingegliedert und verlor seine Selbständigkeit.
Seit 1656 wurde in Espenschied eine Schulchronik geführt, die manch wissenswerte offenbart. Das Wichtigste stellen wir auf der Seite "Schulchronik" dar.

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